Wort-Gottes-Feiern
Familiengottesdienst und Co...
Denkanstöße und inhaltliche Strukturen


Ein Familiengottesdienst richtet sich, wie der Name schon sagt, mit den liturgischen Elementen,
die Freiraum zur individuellen Gestaltung bieten, an Familien.


Um einen Überblick über diese Elemente und über den gesamten Verlauf zu bekommen,
ist im Folgenden ein möglicher Ablauf zu sehen.
(In Absprache mit dem Pastor kann dieser unter Umständen verändert werden.)

Der Einfachheit halber ist der Ablauf in vier Teile gegliedert:

1. Eröffnungsteil

Eingangslied 

Liturgische Eröffnung        
Das Kreuzzeichen und der Eröffnungssatz werden vom Pastor gesprochen.                                   

Einführung       
Die Einführung in den Familiengottesdienst, z.B. Benennung des Themas oder
des Anlasses für diese Feier, kann durchaus - auf vielfältigste Art und Weise - von einem Erwachsenen des Vorbereitungsteams erfolgen. 
     

Bußbitten / Kyrie >>> Wir bitten Gott um sein Erbarmen ("Herr, erbarme dich")                       
→ Die Bitten können von den Kindern gesprochen werden.
→ Einleitung und die anschließende Vergebungsbitte übernimmt in der Regel der Pastor. 
→ Alternativ kann an dieser Stelle auch ein entsprechendes Lied gesungen werden.

Lied zum Gloria >>> Wir loben Gott *

Tagesgebet 
In Absprache mit dem Pastor kann sich das Gebet inhaltlich
auf das Thema des Gottesdienstes beziehen.

2. Wortgottesdienst

Lesung**

Lied als Zwischengesang
Das Lied kann gesungen werden, es kann aber auch wegfallen.

Lied zum Halleluja

Evangelium** 

Predigt / Katechese
Diese Einheit bezieht sich auf das Wort der Lesung und/oder des Evangeliums und kann sehr unterschiedlich gestaltet werden. Entweder verkündet der Pastor eigene Gedanken oder Vorschläge für Gedanken des Vorbereitungsteams. Es kann aber auch "Aktion" des Vorbereitungsteams erfolgen, z.B. ein Rollenspiel, ein Gespräch oder ähnliches. Das wird im Vorfeld mit dem Pastor besprochen und ist unter Umständen abhängig von den Gewohnheiten und Erwartungen der Gemeinde.

Lied zum Credo >> Lateinisch: "ich glaube" >> Wir glauben an Gott und bekennen uns dazu.

Fürbitten
Als Antwort kann nach jeder Fürbitte ein Ruf gesprochen oder gesungen werden. 

3. Eucharistiefeier

Als gestalterisches Element in diesem Teil kann zum Beispiel eine Gabenprozession erfolgen, bei der - neben Brot und Wein - weitere Gegenstände zum Altar gebracht werden, die im übertragenen Sinne verdeutlichen, was wir zu Gott bringen möchten, um es zu "verwandeln". So erfolgt auch ein Bezug zu unserem heutigen (Alltags-)Leben.

Lied zur Gabenbereitung 

Gabengebet
→ Das Gabengebet wird immer vom Pastor gesprochen. Unter Umständen können jedoch vom Vorbereitungsteam Vorschläge gemacht werden, die erneut das Thema des Familiengottesdienstes aufgreifen und die entsprechende Zielgruppe ansprechen.      

Präfation

Lied zum Sanctus

Hochgebet 
Das Hochgebet wird immer vom Pastor gelesen.

Vater Unser
Die Kinder können vom Pastor zum Altar eingeladen werden.

Friedensgruß 

Agnus Dei / Lamm Gottes 

Zur Kommunion kann instrumentale Begleitung eingesetzt werden.  

4. Schlussteil

Dank
-
Lied nach der Kommunion
und / oder
-
gesprochene Worte nach der Kommunion 
Eine entsprechende Meditation / ein entsprechender Text des Dankes kann sowohl
von einem Kind als auch von einem Erwachsenen vorgelesen werden.

Ankündigungen
-
Hinweis, falls nach dem Familiengottesdienst etwas an die Kinder verteilt wird
Diese Einheit kann durch das Vorbereitungsteam erfolgen.
- Hinweise, die Gemeinde betreffend  
→ (Kirchliche) Besonderheiten, die in den kommenden Tagen anstehen, werden vom Pastor verkündet.

Schlussgebet
Das Schlussgebet kann sich inhaltlich auf das Thema des Gottesdienstes beziehen.

Segen
Der Segen wird grundsätzlich vom Pastor gespendet.
Es können jedoch auch hier vom Vorbereitungsteam Vorschläge gemacht werden, die erneut das Thema des Familiengottesdienstes aufgreifen und die entsprechende Zielgruppe ansprechen.      

Schlusslied

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* Das Gloria-Lied entfällt in der Fasten- und Adventszeit.

** Sowohl bei der Auswahl der Lesung als auch im Hinblick auf das Evangelium ist es sinnvoll,
bei der Vorbereitung zunächst einen Blick auf die Texte des Tages zu werfen.
Diese Texte müssen nicht zwingend eingesetzt werden,
(statt Lesung kann unter Umständen auch eine Geschichte vorgelesen werden),
aber oft bieten auch sie Gelegenheit für eine kind- bzw. familiengerechte Umsetzung -
wenn auch vielleicht nicht direkt auf den ersten Blick...
Es reicht ja, wenn der Schwerpunkt auf EINEM Aspekt (ein Satz, ein Wort) liegt.

Außerdem besteht so nicht die "Gefahr",
dass immer auf die gleichen Texte und Inhalte zurückgegriffen wird.

Und eine weitere Anmerkung:
Die Auswahl der Lieder kann (sollte) selbstverständlich auch
der Ziel- und Altersgruppe angepasst werden! 

 

Wie gesagt:
Bei diesem Ablauf handelt es sich um einen von vielen
und er deckt sich mit der Struktur einer üblichen Sonntagsmesse.
Je nach Gewohnheiten, Ansichten und Erwartungen der Gemeinde und des Zelebranten/Pastors
gibt es aber noch viele weitere Möglichkeiten, einen Familiengottesdienst zu gestalten und zu strukturieren. 

Nur Mut!

Einfach mal ausprobieren und erleben, was sich
während der Vorbereitung "gut" / richtig / stimmig anfühlt,
denn: so ein Familiengottesdienst ist kein "Zaubertrick".
Für Unterstützung sowie bei Rückfragen stehen die Hauptamtlichen gern zur Verfügung!

 

Und weitere Ideen für verschiedene Inhalte und Themen sind unter Anderem hier zu finden:
(Bitte die Links mit DER RECHTEN Maustaste anklicken
und dann "Öffnen in neuer Registerkarte" oder "In neuem Fenster öffnen". Danke.)

 http://www.kinderkirche.de/themen/gottesdienste.htm 

 http://www.katholisch.de   (Kinderseiten)


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