Buße, Vergebung (Beichte)
Die Beichte

Der Beichtstuhl – Vergebung zu jeder Zeit

Das Evangelium von Jesus, der das Haus des Zöllners Zachäus besucht (Lk 19,-10), spricht vom Heil und der Vergebung, die dem Sünder geschenkt werden. Jede Kirche ist ein Haus der Barmherzigkeit, die Gott bereitwillig jedem schenkt, der ihn darum bittet.

Das verdeutlicht uns ein eigener Ort für die Beichte. Das kirchliche Recht weist die Spendung dieses Sakraments im Normalfall in die Kirche (can. 964). Dies hat vor allem drei Gründe. Zunächst will die Kirche dieses besondere Geschehen, so gut es geht, schützen. Ein Mensch offenbart vor Gott und dessen priesterlichem Diener sein Innerstes. Dies verlangt höchste Diskretion und Achtsamkeit. Darum ist wohl auch das Gitter im Beichtstuhl ein Recht, von dem der Beichtende frei Gebrauch machen darf. Ein weiterer Grund ist das Wissen, dass alle Sakramente Feiern der Kirche sind. Die Kirche verbürgt uns als Leib Christi dessen heilsame Zuwendung. Darum empfangen wir alle Sakramente – mit Ausnahme bei der Spendung an Kranke – in der Kirche. Als dritten Grund kann man beim Beichtstuhl an den engen Zusammenhang zwischen Taufort und Beichtort erinnern, schließlich dient das Sakrament der Versöhnung der Wiederherstellung der heiligmachenden Taufgnade.

Der sichtbare Beichtstuhl – mehr noch der darin wartende Beichtvater – soll uns ein Bild des barmherzigen Vaters sein, der auf uns wartet und „nie müde wird zu vergeben“ (Papst Franziskus).

Pfr. Dr. Eugen Daigeler, In: Pfarrbriefservice.de

Walter Nett / Bistum Aachen in: pfarrbriefservice.de

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